GRÜNE: Flüchtlingssituation entschlossen und besonnen angehen

Die Kaarster Grünen haben sich nach intensiver Diskussion entschieden, für die Übernahme der Notunterkunftseinrichtung des Landes in kommunale Trägerschaft nach dem 1. Juli 2015 zu votieren. „Wir werden in diesem Jahr in Kaarst noch einmal rund 800 Flüchtlinge aufnehmen. Wir wissen, dass eine große Gewerbehalle nur eine schlechte Lösung ist, aber es fehlt an echten Alternativen. Daher haben wir großen Wert auf die Erarbeitung eines Betreuungs- und Integrationskonzeptes gelegt und unsere Zustimmung daran geknüpft“, erklärt Christian Gaumitz, Fraktionsvorsitzender der Kaarster Grünen.

Aus Sicht der Grünen muss die Debatte über die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge ehrlich geführt werden. Sie plädieren dafür, die Kaarster Bevölkerung transparent zu informieren. „Aus unserer Sicht muss die Verwaltung nun möglichst zügig die Planungen für dezentral gelegene Unterkünfte im gesamten Stadtgebiet vorantreiben. Diese sollten möglichst so gestaltet sein, dass wir die Wohnungen – beispielsweise in Holzbauweise – später auch einmal für den öffentlich geförderten Wohnungsbau nutzen können“, erklärt Irmgard Link-Schnitzler, die flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen.

Zu dieser Ehrlichkeit gehört es nach Ansicht der Grünen auch, dass man den Sportvereinen klar signalisiert, dass bei allen Anstrengungen Ende des Jahres so oder so wieder Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen in Anspruch genommen werden müssen.

Bei Rückfragen: Christian Gaumitz, Tel. 0177/7804030

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