RING DER DEUTSCHEN EINHEIT

Antrag auf die Tagesordnung des PVA am 26. August 2020 zu TOP 8.2:

Antrag

Die im Bebauungsplan Nr. 99 Gewerbegebiet Kaarster Kreuz vorgesehene Ringstraße wird ab der Einmündung von der Hans-Dietrich-Genscher-Straße im 30. Jahr der Deutschen Einheit benannt nach der größten und friedlichsten Revolution, die je von Deutschem Boden ausgegangen ist:

RING DER DEUTSCHEN EINHEIT

Begründung

Die Deutsche Einheit ist in der jüngeren Deutschen Geschichte das Ereignis, mit dem Deutschland einen positiven und menschlichen Teil der Weltgeschichte geschrieben hat. Binnen kurzer Zeit wurde ein Unrechtsstaat durch viele Millionen Menschen in Ostdeutschland zu Fall gebracht. Der Weg zur Deutschen Einheit wurde den Menschen in diesem Land möglich gemacht. Gerade im Hinblick auf die Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert müssen wir dieses Ereignis als etwas einzigartiges in Erinnerung halten. 

Geschichte wird von Menschen gemacht und nicht von einzelnen Personen. Eine Geschichtsschreibung des Individualismus, die einzelne und dabei besonders politische Personen in das Zentrum komplexer gesellschaftlicher Ereignisse wie der Wiedervereinigung stellt, sollte spätestens seit den 1980er Jahren hinter uns liegen. Historische Ereignisse sind viel komplexer als das Handeln einzelner Akteure und müssen immer in einem größeren sozialen und kulturellen Kontext betrachtet werden. Gerade die Prozesse, die zur Deutschen Einheit geführt haben, müssen als Zusammenspiel von vielen Akteuren aus verschiedenen sozialen Schichten und Positionen gesehen werden. 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schlagen aus diesen Gründen vor, die neue Straße nicht nach einer einzelnen Person zu benennen, sondern, um alle Menschen, die Teil der Ereignisse 1989 und 1990 waren, nach dem Ereignis selbst zu benennen.

Wir bitten alle demokratischen Fraktionen um die Zustimmung zu diesem Antrag.

Freundlicher Gruß

Claude Köppe

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